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Gesundheit geht uns alle etwas an – genau aus diesem Grund ist es wichtig als Bürger*in in die gesundheitspolitische Gremienarbeit einzusteigen!

Die Koordinierungsstelle Patientenbeteiligung NRW lädt deshalb alle Neueinsteiger*innen und Interessierte zu einem Info-Treffen zur Patientenvertretung ein:

 

Donnerstag, 25.März 2021
14:00 bis 17:00 Uhr
Online-Videokonferenz
 
 
Das Info-Treffen wird zwei Schwerpunkte haben:
 
  1. Zunächst sollen die Wege zur Patientenvertretung veranschaulicht werden – Was ist Patientenbeteiligung? Welche Gremien gibt es? Wie ist der formale Weg zur Patientenvertretung?
  2. Darauf aufbauend möchten wir gerne mit Ihnen dann in digitale Kleingruppen eintauchen und einen Erfahrungsaustausch untereinander ermöglichen.

 

Die Online-Veranstaltung ist kostenlos. Anmelden können Sie sich bei Omid Nowzamani, Referent der Koordinierungsstelle:

 

 

Am 09.12.2020 gab es eine Anhörung im Landtag. Thema waren die geplanten Änderungen im Krankenhausgestaltungsgesetz (KHGG). Hier wurde deutlich, dass die Politik sich derzeit nicht angemessen informiert fühlt, auch andere Teilnehmende haben mehr Transparenz im Verfahren eingfordert. Gregor Bornes, Leiter der Koordinierungsstelle Patientenbeteiligung NRW,  hat an der Anhörung teilgenommen und zwei Statements abgegeben. Die Anhörung ist auf der Website des Landtages verfügbar.

 

Vor Ort wirksam beteiligt! In einem Beitrag für das Infoheft der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (kurz NAKOS) berichtet die Koordinierungsstelle NRW darüber, wie Selbsthilfe über Patientenbeteiligung die Demokratie stärkt. Viel Spaß beim Lesen!

Beitrag nachlesen

Die NAKOS besteht seit 1984 und hat ihren Sitz in Berlin. Träger ist die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. (DAG SHG), der Fachverband der Selbsthilfeunterstützung und -förderung in Deutschland. Die NAKOS ist seit 36 Jahren die bundesweite Informations- und Vermittlungsinstanz im Feld der Selbsthilfe in Deutschland. Sie arbeitet zu grundsätzlichen Fragen der Selbsthilfearbeit, der Selbsthilfeunterstützung und -förderung.

Hier geht es zum gesamten NAKOS-Infoheft

Was sind eigentlich politische Narrationen?

Menschen lieben Geschichten – Wir hören sie an, erzählen sie selbst und erfahren dabei viel über uns, andere und die Welt, in der wir leben. Auch in der politischen Diskussion wird gerne mit Geschichten, also mit Narrationen gearbeitet. In jedem Versuch, politische Probleme zu konkretisieren und eine verbindliche Einigung zu erzielen, lassen sich erzählerische Techniken finden. Durch das Erzählen von Geschichten kann dem Chaotischen und Undurchschaubaren einer politischen Thematik eine Form gegeben werden. Fiktive Elemente helfen dabei, dass erzählende Akteure selbst scheinbar eindeutige Tatsachenbehauptungen hinterfragen und Kritik sowie Zweifel gegenüber etablierten Gewissheiten verbreiten können. Bei politischen Narrativen handelt es sich jedoch nicht um Verschwörungstheorien, wobei die Grenzen zum „Mythos“ oftmals fließend sind.

Zu den erzählerischen Vorgängen gehört immer auch die Verständigung über Werte. Die Erzählung stellt somit einen sozialen Begegnungsort dar. Dabei gestaltet der politische Konflikt die Erzählung und die Erzählung wiederum den Konflikt.

Erzählungen vermitteln in gesellschaftlichen Prozessen Sinn und erzeugen Legitimität. Dies beruht auf der Annahme, dass das Politische nicht an einen Ort – wie an Regierungen, Parlamente, Parteien, Verbände oder sozialen Bewegungen – gebunden ist, sondern aus der gesellschaftlichen Konfrontation konkurrierender Legitimitätsansprüche heraus entsteht. Das wird besonders in öffentlichen Krisenmomenten sichtbar, wenn um eine klare Definition der verhandelten Probleme gerungen wird und keine Einigung hinsichtlich der Maßnahmen zu ihrer Bewältigung in Sicht ist. Das Erzählen lässt sich besonders in umkämpften Politikfeldern beobachten. Dominante politische Erzählungen des 20. und 21. Jahrhunderts bezogen sich zum Beispiel auf den Kalten Krieg, die Grenzen des Wachstums, die unsichtbare Hand des Marktes, die Finanzkrise oder den Krieg gegen den Terror. Auch anhand des Deutungskonflikts zur NSA-Überwachungsaffäre, in dem es darum ging, ob der Enthüller ein Held oder ein Verräter ist, wird die Bedeutung erzählerischer Mittel deutlich.  Es handelt sich hierbei um literarische Konstruktionen mit außerordentlicher politischer Relevanz. Das Erzählen wird so zu einer politischen Praktik und Narrative werden zu politischen Narrativen.

Wir dürfen gespannt sein, was die Politikwissenschaft über politische Narrative in der Corona-Debatte herausfinden wird. Welche Erzählungen entdecken Sie derzeit rund um gesundheitspolitische Debatten zur Corona-Pandemie? Was machen diese Erzählungen mit Ihnen? Auf welcher Seite stehen Sie?

Teilen Sie gerne Ihre Beobachtungen mit uns, zum Beispiel in einer E-Mail an nrw@patientenbeteiligung.de.

 

Düsseldorf. In Zukunft sollen medizinische Leistungen durch eine bedarfsorientierte Krankenhausplanung verbessert werden, denn Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann will die
Krankenhausplanung in seinem Land umstrukturieren.
Grundlage ist ein Gutachten von dem Gesundheitsökonom Reinhard Busse von der Technischen Universität Berlin.
Mit dem Ziel, dass Überkapazitäten abgebaut und Planungen genauer gemacht werden können.
Denn die bisherige Krankenhausplanung sei zu unspezifisch und sehr allgemein gehalten.
Dazu möchte das Landesgesundheitsministerium in ihren Krankenhausplan Krankenhäuser nach ihren medizinischen Leistungen einteilen. Dies soll durch Benennung von Leistungsgruppen geschehen, welche die konkrete medizinische Leistung darstellen.
Somit soll der zukünftige tatsächliche Bedarf in den Regionen bedarfsorientiert geplant und die notwendige Versorgung der Bevölkerung gesichert werden.
 
 

Die Patientenvertretung in Nordrhein-Westfalen fordert eine qualitativ hochwertige, ortsnahe und patientenorientierte Krankenhausplanung

Köln, 14.10.2020 – Das PatientInnen-Netzwerk NRW und der Koordinierungsausschuss NRW der Patientenvertretung haben in einem gemeinsamen Papier zur guten Krankenhausplanung zehn grundlegende Forderungen aufgeführt, die in der Krankenhausstruktur und –planung aus Patientensicht unbedingt berücksichtigt werden sollten.

Die Patientenvertretung tritt ein für eine bedarfsgerechte Versorgung, die qualitativ hochwertig, ortsnah und unabhängig vom gesellschaftlichen und finanziellen Status der Patient*innen realisiert wird. Das medizinische und pflegerische Handeln muss an ethischen Prinzipen orientiert und auf das individuelle Patientenwohl ausgerichtet sein. Es sollen ausschließlich medizinisch und pflegerisch sinnvolle, möglichst ungefährliche und risikoarme Methoden und Interventionen angewendet werden. „Krankenhäuser sind Orte der Daseinsvorsorge für die gesamte Bevölkerung und sollen daher öffentlich bzw. solidarisch ausreichend finanziert werden und ihr Betrieb ausschließlich dem Gemeinwohl dienen“, so Gregor Bornes, Leiter der Koordinierungsstelle Patientenbeteiligung NRW. „Da Gewinninteressen oftmals zu Über-, Unter- und Fehlversorgung führen, werden dem Versorgungssystem notwendige Mittel entzogen. Sie müssen daher zurückgedrängt werden.“

Die Patientenvertretung fordert außerdem, dass alle Krankenhäuser für die Beschäftigten angemessene Löhne und sichere Arbeitsbedingungen bieten. Das Vergütungssystem müsse so ausgestaltet sein, dass Fehlanreize vermieden und Behandlungen nicht von wirtschaftlichen Motiven beeinflusst oder sogar bestimmt werden.

Die landesweite Rahmenplanung der Gesundheitsversorgung und deren regionale Umsetzung solle auf allen Ebenen mit qualifizierter Beteiligung der Bürger*innen und der Beschäftigten entwickelt werden. Die Patientenvertretung NRW setzt sich dafür ein, dass auf diese Weise eine grundlegende Orientierung an den Interessen der Versorgten bzw. der Bevölkerung sowie die Akzeptanz der Planung vor Ort sichergestellt werden. „Dazu sollen die Planungsprozesse so ausgestaltet werden, dass die Entscheidungsfindung in den Gremien transparent, für alle Teilnehmenden verständlich und auf Augenhöhe stattfindet“, sagt Sonja Fasbender, Referentin der Koordinierungsstelle für Patientenbeteiligung in NRW.

Hintergrund

Zum PatientInnen-Netzwerk NRW (PNW) gehören folgende Organisationen: VdK NRW, Gesundheitsladen Bielefeld, KOSKON NRW, Der Paritätische NRW, gesundheitsladen köln e.V., Selbsthilfeakademie NRW, Gesundheitsselbsthilfe NRW, Gesundheitsselbsthilfe NRW, Landesseniorenvertretung NRW und Selbsthilfe-Kontaktstelle Rhein-Sieg-Kreis.

Zum Koordinierungsausschuss NRW (KooA) nach §140f SGB V gehören folgende Organisationen: Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE NRW e.V., Gesundheitsselbsthilfe NRW, SoVD NRW, Sozialverband VdK NRW, “Koordination für die Selbsthilfe-Unterstützung in NRW” (KOSKON NRW), PatientInnenstellen, Verbraucherzentrale NRW e.V.

Positionspapier gute Krankenhausplanung (Download als PDF)

Kontakt: Koordinierung und Vernetzung der Patientenbeteiligung in NRW; c/o gesundheitsladen köln e.V., Gregor Bornes; Steinkopfstr. 2, 51065 Köln; Tel: 0221 276 29 60; E-Mail: nrw@patientenbeteiligung.de; mehr Infos: www.patientenbeteiligung.de/nw/

Haben Sie schon von der ePA gehört? Bestimmt, aber vielleicht möchten Sie trotzdem noch genauer erfahren, was diese elektronische Patientenakte – kurz ePA – ist. Zurecht, denn die ePA kommt, und sie wird ein Kernstück in der Digitalisierung des Gesundheitswesens sein. Was die Versicherten von ihr erwarten dürfen, erklären zwei neue Videos.

Hier geht’s zum Link mit den Erklärvideos

Am 1. Oktober  trafen sich die Patientenvertreter*innen im Bereich der Bedarfsplanung NRW in einem Webinar, um sich über die vertragsärztliche Versorgung in Nordrhein zu informieren. Frau Hüffman von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) berichtete über

  • Änderungen und Auswirkungen des Terminservice- und Versorgungsgesetz – TSVG,
  • die hausärztliche Versorgung in Nordrhein und hier über Besonderheiten im Regionalverband Ruhr sowie über die Versorgungssteuerung, § 67 BPL-RL,
  • die fachärztliche Versorgung in Nordrhein,
  • und die Förderung über den Strukturfonds der KVNO.

Im Anschluss an den Vortrag gab es eine lebendige Diskussion und Zeit für den internen Austausch der Patientenvertreter*innen untereinander. Viele begrüßten es, dass sie trotz der Corona-Pandemie wieder vor Ort an Gremiensitzungen teilnehmen können. Gleichzeitig bestand jedoch auch Einigkeit darüber, dass es zumindest immer die Option einer online-Teilnahme geben müsse, damit Risikogruppen nicht von der Beteiligung ausgeschlossen würden.

Die Vortragsfolien zum Download (PDF) Der Audio-Mitschnitt kann unter nrw@patientenbeteiligung.de angefordert werden.

Bereits im diesjährigen fachpolitischen Gespräch mit dem Minister fragten wir nach den Konsequenzen der Corona-Pandemie für die Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen. Inzwischen wird der Minister konkreter und äußert sich patientenorientiert.

Laut einem Beitrag im Observer Gesundheit sollen 90 Prozent der Bürger*innen in Nordrhein-Westfalen innerhalb von 20 Minuten ein Krankenhaus erreichen können. Dies ist eine Konsequenz von Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, aus der Corona-Pandemie. Die ursprüngliche Planung lag bei 30 Minuten. Laumann: „Wir müssen einen gewissen Puffer an Überkapazitäten finanzieren, damit wir in einer Krise kein Problem haben.“

NRW habe die Krise gut gemeistert, durch Corona seien jedoch auch Schwachstellen des Systems zum Vorschein gekommen. So gebe es nach wie vor zu wenig Pflegekräfte. Langfristig hilft nach Aussage von Laumann nur, mehr Pflegekräfte auszubilden, und jene, die bereits im Beruf stehen, im Beruf zu halten: „Das geht nur über faire Entlohnung, bessere Arbeitsbedingungen und eine größere Wertschätzung.“ Die Pflegekammer sei ein wichtiger Baustein dafür.

Lesen Sie den neuen Kommentar im Observer Gesundheit: Link

Die Landesbehinderten- und -patientenbeauftragte Claudia Middendorf macht auf das neue Informationsblatt des NRW-Gesundheitsministeriums aufmerksam. Frau Middendorf betont, dass sie die Bedenken und Einschränkungen von Menschen, die keinen Mund-Nase-Schutz tragen können, sehr ernst nimmt. Frau Middendorf bleibt weiterhin eng mit den landespolitischen Vertreterinnen und Vertretern im Austausch, um auf die Ausnahmen von der Maskenpflicht aufmerksam zu machen.

Download des Infoblatts zu Mund-Nase-Bedeckung