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Polit-Talks mit Thorsten Klute und Susanne Schneider

Susanne Schneider (FDP) und Thorsten Klute (SPD)

Susanne Schneider (FDP) und Thorsten Klute (SPD)

Vom: 15. Oktober 2026 Lesezeit: ca. 2 Min.

Nachdem bereits im Juli Meral Thoms (GRÜNE) und Marco Schmitz (CDU) als gesundheitspolitische Sprecher*innen ihrer Landtagsfraktionen auf digitalen Polit-Talks der Projektstelle mit Mitgliedern von Selbsthilfe- und Patientenorganisationen über die Situation in der Primärversorgung diskutiert hatten, folgten im September und Oktober Termine mit den gesundheitspolitischen Sprecher*innen von SPD (Thorsten Klute) und FDP (Susanne Schneider).

Am 15. September sprach sich Thorsten Klute gegenüber den Teilnehmenden für eine stärkere Steuerung innerhalb der Versorgung aus. Bei der derzeit diskutierten Zugangssteuerung in die fachärztliche Versorgung befürwortete der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, nicht zu viele Ausnahmen zu schaffen. Die Primärversorgung solle zudem in erster Linie von Ärzt*innen geleistet werden. Hinsichtlich der Barrierefreiheit in der Primärversorgung sei mehr Verbindlichkeit bei neuen Arztpraxen nötig. Der SPD-Politiker verwies auf die Notwendigkeit von Prävention, die aufgrund der Versorgungsengpässe notgedrungen gestärkt werden müsse.

Susanne Schneider (FDP) hob am 7. Oktober hervor, dass sie die Zuckersteuer als gegenwärtig diskutiertes Instrument der Prävention kritisch betrachte. Stattdessen bedürfe es mehr Aufklärung, zum Beispiel in Kitas. Sprechende Medizin müsse im Sinne der Gesundheitsförderung stärker bei der Vergütung von Leistungen abgebildet werden. Zur Frage der Reform der Primärversorgung plädierte sie für den Versorgungspfad „Digital vor ambulant vor stationär“. Leistungen müssten entbudgetiert werden, da ansonsten Ärzt*innen aufgrund finanzieller Zwänge verstärkt Privat-Versicherte behandeln wollten. Die Barrierefreiheit in der Primärversorgung könne durch die Sensibilierung der Ärzteschaft gestärkt werden. Sie befürwortete auf dem Polit-Talk, dass sich Kommunen Gedanken dazu machen müssten, wie kommunale Medizinische Versorgungszentren vor Ort aufgebaut werden könnten, um dem Wunsch junger Ärzt*innen nach Anstellung nachkommen zu können.

Die Polit-Talks sind ein Veranstaltungsformat der Projektstelle, bei dem gesundheitspolitische Akteure mit Mitgliedern aus Selbsthilfe- und Patientenorganisationen aktuelle Themen aus dem Gesundheitswesen aus Patientensicht erörtern. Die Teilnehmenden können im Vorfeld Fragen einreichen, die im Rahmen der Polit-Talks aufgegriffen werden.

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