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Polit-Talks mit Marco Schmitz und Meral Thoms

Marco Schmitz (CDU) und Meral Thoms (GRÜNE, Foto: Anna Muysers)

Marco Schmitz (CDU) und Meral Thoms (GRÜNE, Foto: Anna Muysers)

Vom: 8. Juli 2026 Lesezeit: ca. 2 Min.

Auch in diesem Jahr lädt die Projektstelle wieder zu Polit-Talks ein. Anfang Juli fanden die ersten beiden der insgesamt vier digitalen Austauschformate mit den gesundheitspolitischen Sprecher*innen der Landtagsfraktionen von CDU, FDP, GRÜNE und SPD zum Thema Primärversorgung statt.

Am 2. Juli stand Meral Thoms (GRÜNE) rund 25 Teilnehmenden aus nordrhein-westfälischen Selbsthilfe- und Patientenorganisationen Rede und Antwort. In dem Polit-Talk machte sie sich stark für Klimafolgeanpassungen im Sinne der Krankheitsprävention sowie mehr Gerechtigkeit in der Versorgung. Das Gesundheitsystem müsse in Richtung Gesundheitsförderung umgedreht werden. Kürzungen, wie sie vor dem Hintergrund des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes diskutiert würden, seien eine “Sackgasse”. Sie kritisierte zudem den Vorschlag der Bundesregierung, Krankschreibungen ab dem ersten Krankheitstag zu verlangen.

Marco Schmitz (CDU) setzte sich am 7. Juli gegenüber den rund 35 Teilnehmenden für die geplante Reform der Primärversorgung auf Bundesebene ein, wonach Hausärzt*innen, 116 117 und digitale Pendants den Zugang zu Fachärzt*innen steuern sollen. Die Steuerung sei nötig, um Doppelstrukturen abzubauen. Das Land NRW habe hierzu bereits einen 15-Punkte-Plan vorgelegt, um die Debatte auf Bundesebene inhaltlich anzureichern. Dabei solle laut Marco Schmitz die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) in die neue Struktur eingebunden werden. Die elektronische Patientenakte (ePA) könne ebenfalls steuernde Funktionen übernehmen, wenn diese für Patient*innen niedrigschwellig weiterentwickelt werde.

Beide Politiker*innen zeigten sich offen für Vorschläge aus der Patientenvertretung, multiprofessionelle Primärversorgungszentren stärker zu fördern. Hierfür könne man beispielsweise Medizinische Versorgungszentren in Trägerschaft der Kommunen ausbauen. Die Teilnehmenden forderten eine Reform der Primärversorgung, die Patient*innen in ihrer Gesundheits- und Entscheidungskompetenz stärkt, anstatt Patient*innen durch Steuerung zu bevormunden.

Weitere Termine:

  • 15. September, 18:00-19:00 Uhr: Thorsten Klute (SPD)
  • 7. Oktober, 15:00-16:00 Uhr: Susanne Schneider (FDP)

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