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Think Tank „Wissen.Denken.Handeln.“ Teil II

Think Tank '26 II, © Patientenbeteiligung NRW 2026

Think Tank '26 II, © Patientenbeteiligung NRW 2026

Vom: 30. Oktober 2026 Lesezeit: ca. 1 Min.

Die elektronische Patientenakte in der Primärversorgung war Thema des zweiten Teils des diesjährigen Think Tanks „Wissen.Denken.Handeln“ der Projektstelle. Aufbauend auf den Ergebnissen des ersten Teils im Juni reflektierten die rund 30 Teilnehmenden aus Selbsthilfe- und Patientenorganisationen die bisherige Entwicklung der elektronischen Patientenakte (ePA) und diskutierten mögliche zukünftige Anwendungsfelder.

Dabei hielten die Teilnehmenden fest, dass die grundsätzliche Idee der ePA, die Patientendokumentation und das Fallmanagement zu erleichtern, ein guter Ansatz sei. Die Praxis zeige jedoch enorme Herausforderungen: Beispiele hierfür sind hohe digitale Barrieren, Fragen des Datenschutzes und der Dokumentensteuerung, fehlende Aufklärung, unverständliche Dokumente, fehlerhafte oder fehlende Eintragungen durch Leistungserbringer und ein derzeit geringer Patientennutzen. Problematisiert wurde auch der in der Politik diskutierte Vorschlag, die ePA neben der 116 117 und Primärärzt*innen durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Patientensteuerung in die fachärztliche Versorgung einzusetzen. Künstliche Intelligenz sei sehr fehleranfällig und ersetze nicht den Kontakt zu Menschen. Auch lehnt die organisierte Patientenvertretung in NRW den Gedanken der Patientensteuerung ab. Stattdessen braucht es Patientenpfade, die Patient*innen dazu befähigen, eigenverantwortlich Entscheidungen für ihre Gesundheitsversorgung zu treffen.

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