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Zahlreiche Sozialverbände und Selbsthilfeorganisationen vertreten die Interessen von Patientinnen und Patienten. Im Koordinierungsausschuss des Landes Brandenburg werden diese Kräfte gebündelt, die Patientenrechte erhalten dort ein gemeinsames Sprachrohr in die Gesundheitspolitik des Landes und auf Bundesebene. „Gemeinsam können die Verbände und Organisationen noch stärker und noch lauter auf Missstände hinweisen, Forderungen zur Verbesserung der Patientenbeteiligung stellen, die Patientenrechte in den Bundes- und Landesgremien noch wirksamer verfolgen und durchsetzen“, so der neu gewählte Sprecher des Koordinierungsausschusses Heinz Strüwing, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Brandenburg der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V.
Dem Ausschuss gehören an: Die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen Brandenburg e.V., die Landesarbeitsgemeinschaft der Selbsthilfekontaktstellen Brandenburg e.V., die Deutsche Rheuma Liga Landesverband Brandenburg e.V., die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Landesverband Brandenburg e.V., die Deutsche Gesellschaft für
Muskelkranke Landesverband Brandenburg e.V., der Sozialverband Deutschland Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. sowie der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e.V.
Der Koordinierungsausschuss hat eine Koordinierungsstelle eingerichtet. Zu deren Träger ist die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (LAG-SH) bestimmt. Die Koordinierungsstelle wird vom
Brandenburger Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz finanziell gefördert und hat ihren Sitz in der LAG SH in Schwedt. Die LAG-SH beschäftigt eine Mitarbeiterin, die den Koordinierungsausschuss unterstützt und in Abstimmung mit ihm, u.a. wichtige Aufgaben beim Aufbau und bei der Pflege des landesweiten Netzwerkes der Patientenvertretungen hat.
Koordinierungsausschuss und Koordinierungsstelle bilden eine weitere starke Interessenvertretung in einem Gesundheitssystem, in dem der einzelne Patient und die einzelne Patientin gegen die Lobby der mächtigen Akteure wie die Krankenkassen und die Kassenärztlichen Vereinigungen allein keine hörbare Stimme haben.

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© Koordinierungsstelle Patientenbeteiligung Brandenburg

Am 21.11.2019 wurde anlässlich der Brandenburgischen Diabeteskonferenz die vom Landtag initiierte Expertise zum Stand des Diabetes mellitus Typ II in Brandenburg vorgelegt. Frau Dr. Müller (AGENON GmbH) führte in die von der AGENON GmbH erarbeitete Expertise ein.

Diese Expertise ist auf der Internetseite des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) veröffentlicht und hier bestellbar oder herunterladbar.
Der Vortrag von Herrn Prof. Dr. Müller zu neuen Erkenntnissen zur Prävention und Versorgung von
Diabetes mellitus Typ II führte zu teils stark kontroverser Diskussion.
Die Ergebnisse der Workshops zu den Themen „Wie können im Land Brandenburg Lebenswelten gesundheitsförderlicher im Sinne der Prävention von Diabetes mellitus Typ II gestaltet werden?“ und „Wie kann die Versorgung von vulnerablen Gruppen von Diabetespatientinnen und -patienten
verbessert werden?“ wurden der gesamten Konferenz vorgestellt und hier diskutiert.
Frau Ministerin Nonnemacher ließ es sich nicht nehmen, an Ihrem ersten Arbeitstag zur Diabeteskonferenz ein Grußwort zu sprechen und den Anwesenden ihr Engagement für die von Krankheit und/oder Behinderung betroffenen Menschen in Brandenburg sehr zu verdeutlichen. Als
Medizinerin sind ihr die Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger und der Gesundheitseinrichtungen vertraut.

Berlin 13.09.2019. Als Zeichen der besonderen Wertschätzung für die meist ehrenamtlich tätigen Patientenvertreter*innen in Brandenburg organisierten das MASGF und die Landesvertretung diese Reise. Gleichzeitig wurden so auch die durch die Koordinierungsstelle erbrachten Leistungen gewürdigt.

Besuch in der Landesvertretung © Patientenbeteiligung_Brandenburg/Seibert

Leider war nur sehr wenigen Patientenvertreter*innen die Teilnahme möglich. Nicht nur körperliche Beeinträchtigungen verhinderten die Teilnahme einiger Mitstreiter*innen. Manches Fehlen hatte berufliche Gründe. Hier besteht dringend politischer Handlungsbedarf zur stärkeren Anerkennung des Ehrenamtes.

Nach der individuellen Anreise trafen sich die Patientenvertreter*innen im Berliner Hauptbahnhof. Dort erwartete uns Frau Ossevorth vom Bundespresseamt. Sie betreute uns auf dieser Fahrt. Besonders hervorheben möchte ich, dass durch die Bereitstellung eines rollstuhlgeeigneten Busses auch Frau Seibert die Teilnahme ermöglicht wurde.

© Seehagen

Unser erste Halt war bei der Landesvertretung Brandenburgs beim Bund. Ein sehr interessantes Gespräch mit der Dienststellenleiterin, Frau Dr. Jahns-Böhm, über das politische Berlin und die Patientenvertretung Brandenburgs ergab für alle Gesprächspartner*innen neue Einsichten. Der gegenseitige Respekt und die Wertschätzung des persönlichen Einsatzes der Ehrenamtler*innen waren deutlich spürbar.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen öffnete das Bundesministerium für Gesundheit seine Türen für uns. Im Besucherdienst erhielten wir von Herrn Falk nicht nur allgemeine Informationen zur Arbeit des Ministeriums. Auf Grund der im Vorfeld eingereichten Fragen waren zwei Referenten anwesend. Das ist außergewöhnlich und wird deshalb hier extra erwähnt. Es entwickelte sich ein intensives Gespräch zwischen Theoretikern und Praktikern zum Thema „Digitale Versorgung Gesetz (DVG)“.

Bei der anschließenden Stadtrundfahrt waren nicht nur die Sehenswürdigkeiten Berlins zu bewundern, sondern auch die Leistung unseres Busfahrers. Berlin ist eine Baustelle…

Nächstes Ziel war der Bundesrat. Vom Besucherdienst erfuhren wir vieles über Geschichte und Architektur. Auf der Besuchertribüne sitzend wurden uns nochmals Einblicke in das politische Berlin gewährt. Viele Denkansätze aus dem morgendlichen Gespräch mit Frau Dr. Jahns-Böhm waren hier mit Händen zu greifen.

Nach so vielem geistigen Input kam das Lunchpaket gerade recht. Unser Bus brachte uns wieder zum Berliner Hauptbahnhof. Von hier trat jeder seine individuelle Heimreise an.

Alle Kontakte an diesem ereignisreichen Tag machten immer wieder deutlich, dass die Patientenbeteiligung sowohl auf Bundes- wie auf Landesebene weitgehend unbekannt ist. Die Wahrnehmung der Patientenbeteiligung Brandenburgs bei den politischen Organen konnte durch unser Auftreten vergrößert werden. Alle Beteiligten müssen weiter aktiv bleiben.

Am 23.08.2019 trafen sich die Patientenvertreter*innen Brandenburgs zu ihrem ersten Jahrestreffen im Sitzungssaal des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF). Neben den 14 Patientenvertreter*innen waren acht an der Patientenvertretung Interessierte und weitere Gäste aus dem Ministerium, dem Land Berlin und der Bundesebene anwesend.

Eingeladen hatte die im März 2019 neu geschaffene Koordinierungsstelle der Patientenbeteiligung in Brandenburg. Diese Stelle wird aus Landesmitteln finanziert und dient der Unterstützung, dem Erfahrungsaustausch und der Vernetzung der Patientenvertretung. Diese Schwerpunkte waren auch Inhalt des Jahrestreffens.

Einleitend sprach Herr Zaske (MASGF) ein Grußwort, in dem er die ehrenamtliche Arbeit der Patientenbeteiligung würdigte. Weiter ging er darauf ein, wie sich unter der Mitwirkung der Betroffenen langsam die Wertstellung der Patienten zum vollwertigen und wichtigen Partner im Gesundheitswesen ändert. Um diesen Prozess zu begleiten und zu unterstützen hat die Landesregierung im Doppelhaushalt 2019/2020 Mittel für die Koordinierungsstelle der Patientenbeteiligung bereitgestellt.

Anschließend ergriff Frau Dr. Doka im Namen der BAG Selbsthilfe das Wort und äußerte Ihre große Freude über die positive Entwicklung der Patientenbeteiligung in Brandenburg. Frau Dr. Doka bat die Anwesenden darum, medizinische Versorgungsprobleme vor Ort an die Bundesverbände oder die Koordinierungsstelle zu melden. So können diese auf Bundesebene angesprochen werden.

Im Namen der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Brandenburg e.V. als Träger der Koordinierungsstelle begrüßte Herr Wenzel (LV für Körper- und mehrfachbehinderte Menschen Berlin-Brandenburg e.V.) die Anwesenden.

Danach stelle sich Herr Seehagen, der neue Koordinator für Patientenbeteiligung in Brandenburg, den Patientenvertreter*innen vor. Dann bat er die Anwesenden sich ebenfalls vorzustellen. Es war bemerkenswert zu hören, auf welch hohem Niveau und mit wieviel persönlichem Einsatz die ehrenamtlich arbeitenden Patientenvertreter*innen tätig sind.

Frau Helms (NAKOS) brachte sich mit dem Vortrag „Patientenbeteiligung gemäß § 140f SGB V – Koordination, Kooperation, Vernetzung“ ein und beantwortete die Fragen der Anwesenden. Hier wurden teilweise unterschiedliche Ansätze auf Bundes- und Landesebene sichtbar, die zu einem interessanten Austausch führten.

In der Pause wurde reichlich vernetzt, diskutiert, aufgefrischt, kennengelernt.

© Koordinierungsstelle Patientenbeteiligung Brandenburg

Danach gab es eine kurze Einführung in die Arbeit der Koordinierungsstelle und den Bericht über die ersten Ergebnisse im Aufbau eines Koordinierungsausschusses. Ein Wortbeitrag von Frau Baumgardt (MASGF) erklärte, dass sich der Gesetzgeber Brandenburgs dazu entschlossen hatte, erst die Koordinierungsstelle zu schaffen und danach den Koordinierungsausschuss. Andere Bundesländer waren hier anders verfahren was zu Irritationen geführt hatte.

Den Abschluss der Veranstaltung bildeten zwei Gesprächsrunden, die zum einen Selbstbild und Außenwahrnehmung der Patientenbeteiligung und zum anderen die Gewinnung neuer Patientenvertreter*innen zum Inhalt hatten. Auch hier kam es zu regen Diskussionen zwischen den auf Bundesebene und den auf Landesebene Aktiven, in denen u.a. Frau Stötzner (Patientenbeauftragte Land Berlin) und Frau Arens (DCCV e.V. LV Berlin/Brandenburg) Ihre Erfahrungen einbringen konnten.

Ein großes Dankeschön geht an die Mitarbeiter*innen des MASGF, die die Veranstaltung sehr professionell vorbereitet und mit viel Leidenschaft begleitet haben.

Rund 40 ehrenamtliche Patientenvertreter/innen nehmen auf Einladung der neuen Koordinierungsstelle der Patientenbeteiligung teil.
„Patientenrechte können wir nur mit aktiver Patientenbeteiligung wirksam wahren und stärken. Ich danke allen, die sich ehrenamtlich als Patientenvertreterinnen und Patientenvertreter in Brandenburg in dieser Sache engagieren. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für mehr Patientenorientierung“, sagte Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij vor dem ersten Jahrestreffen der Patientenvertreterinnen und -vertreter in Brandenburg, das heute im Gesundheitsministerium in Potsdam stattfindet. Das Treffen dient dem Erfahrungsaustausch und der Vernetzung.

23.08.2019: Patientenvertreter*innen in Brandenburg treffen sich im Sitzungssaal des MASGF, Henning-von-Tresckow-Straße 2-13, 14467 Potsdam.

Fortbildung, Erfahrungsaustausch und Vernetzung der Patientenvertreter*innen sind die Schwepunkte dieser Veranstaltung. Die seit März 2019 aktive Koordinierungsstelle berichtet über Ihre Arbeit und präsentiert erste Ergebnisse.

Interessierte können sich über die ehrenamtliche Mitwirkung als Interessenvertretung der Patient*innen im Land Brandenburg informieren.

Kontakt zur Koordinierungsstelle der Patientenbeteiligung im Land Brandenburg:

Natalie Klatt
LAG-Selbsthilfe Brandenburg e.V.
Handelsstraße 11
16303 Schwedt/O.
Tel. 03332 521735
Fax 03332 572219
patientenbeteiligung@lag-selbsthilfe-bb.de

20.05.2019: Am Tag der offenen Tür der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (LAG-SH) in Schwedt tauschte sich Herr Seehagen, Referent der Koordinierungsstelle für Patientenbeteiligung in Brandenburg, über Patientenbeteiligung im Gesundheitswesen aus. Die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe e.V.  ist die Dachorganisation von derzeit 18 Selbsthilfeverbänden von Menschen mit Behinderung und chronischen Krankheiten sowie ihren Angehörigen.

Herr Seehagen (l.) im Gespräch mit Frau Schultze von der REKIS-Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen und Frau Seehagen, der dPV-Regionalgruppenleiterin Schwedt

Herr Seehagen im Gespräch mit Frau Helms, Geschäftsführerin NAKOS sowie Frau Wegner, 1. Vorstandsvorsitzende der LAG-SH