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Erfolgreiche Jahresversammlung der Patientenvertreter*innen in Brandenburg


Veröffentlicht am: 17.09.2019 | Gremium: Meldungen | Keine Kommentare »


Am 23.08.2019 trafen sich die Patientenvertreter*innen Brandenburgs zu ihrem ersten Jahrestreffen im Sitzungssaal des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF). Neben den 14 Patientenvertreter*innen waren acht an der Patientenvertretung Interessierte und weitere Gäste aus dem Ministerium, dem Land Berlin und der Bundesebene anwesend.

Eingeladen hatte die im März 2019 neu geschaffene Koordinierungsstelle der Patientenbeteiligung in Brandenburg. Diese Stelle wird aus Landesmitteln finanziert und dient der Unterstützung, dem Erfahrungsaustausch und der Vernetzung der Patientenvertretung. Diese Schwerpunkte waren auch Inhalt des Jahrestreffens.

Einleitend sprach Herr Zaske (MASGF) ein Grußwort, in dem er die ehrenamtliche Arbeit der Patientenbeteiligung würdigte. Weiter ging er darauf ein, wie sich unter der Mitwirkung der Betroffenen langsam die Wertstellung der Patienten zum vollwertigen und wichtigen Partner im Gesundheitswesen ändert. Um diesen Prozess zu begleiten und zu unterstützen hat die Landesregierung im Doppelhaushalt 2019/2020 Mittel für die Koordinierungsstelle der Patientenbeteiligung bereitgestellt.

Anschließend ergriff Frau Dr. Doka im Namen der BAG Selbsthilfe das Wort und äußerte Ihre große Freude über die positive Entwicklung der Patientenbeteiligung in Brandenburg. Frau Dr. Doka bat die Anwesenden darum, medizinische Versorgungsprobleme vor Ort an die Bundesverbände oder die Koordinierungsstelle zu melden. So können diese auf Bundesebene angesprochen werden.

Im Namen der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Brandenburg e.V. als Träger der Koordinierungsstelle begrüßte Herr Wenzel (LV für Körper- und mehrfachbehinderte Menschen Berlin-Brandenburg e.V.) die Anwesenden.

Danach stelle sich Herr Seehagen, der neue Koordinator für Patientenbeteiligung in Brandenburg, den Patientenvertreter*innen vor. Dann bat er die Anwesenden sich ebenfalls vorzustellen. Es war bemerkenswert zu hören, auf welch hohem Niveau und mit wieviel persönlichem Einsatz die ehrenamtlich arbeitenden Patientenvertreter*innen tätig sind.

Frau Helms (NAKOS) brachte sich mit dem Vortrag „Patientenbeteiligung gemäß § 140f SGB V – Koordination, Kooperation, Vernetzung“ ein und beantwortete die Fragen der Anwesenden. Hier wurden teilweise unterschiedliche Ansätze auf Bundes- und Landesebene sichtbar, die zu einem interessanten Austausch führten.

In der Pause wurde reichlich vernetzt, diskutiert, aufgefrischt, kennengelernt.

© Koordinierungsstelle Patientenbeteiligung Brandenburg

Danach gab es eine kurze Einführung in die Arbeit der Koordinierungsstelle und den Bericht über die ersten Ergebnisse im Aufbau eines Koordinierungsausschusses. Ein Wortbeitrag von Frau Baumgardt (MASGF) erklärte, dass sich der Gesetzgeber Brandenburgs dazu entschlossen hatte, erst die Koordinierungsstelle zu schaffen und danach den Koordinierungsausschuss. Andere Bundesländer waren hier anders verfahren was zu Irritationen geführt hatte.

Den Abschluss der Veranstaltung bildeten zwei Gesprächsrunden, die zum einen Selbstbild und Außenwahrnehmung der Patientenbeteiligung und zum anderen die Gewinnung neuer Patientenvertreter*innen zum Inhalt hatten. Auch hier kam es zu regen Diskussionen zwischen den auf Bundesebene und den auf Landesebene Aktiven, in denen u.a. Frau Stötzner (Patientenbeauftragte Land Berlin) und Frau Arens (DCCV e.V. LV Berlin/Brandenburg) Ihre Erfahrungen einbringen konnten.

Ein großes Dankeschön geht an die Mitarbeiter*innen des MASGF, die die Veranstaltung sehr professionell vorbereitet und mit viel Leidenschaft begleitet haben.


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