Austausch mit Gesundheitsminister Laumann
Ministergespräch, © LBBP NRW 2026
Am 25. August waren
- KOSKON NRW
- LAG Selbsthilfe NRW
- Koordinierungsausschuss der Patientenorganisationen in NRW
- Gesundheitsselbsthilfe NRW
- PatientInnen-Netzwerk NRW und die
- Projektstelle Patientenbeteiligung NRW
auf Einladung von Claudia Middendorf (Patientenbeauftragte NRW) zu Gast im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Dort skizzierte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) den Teilnehmenden des sogenannten gesundheitspolitischen Fachgesprächs die aktuellen Entwicklungen im Bereich Hitzeschutz. Die hohe vermutete Zahl an Hitzetoten in diesem Sommer müsse in Zukunft durch präventive Maßnahmen vermieden werden. Das Ministerium stelle bereits Versorgungseinrichtungen Mittel für Klimaanpassungen zur Verfügung. Jetzt müsse stärker darauf geschaut werden, wie Menschen zuhause erreicht werden könnten. Im Anschluss diskutierten die Selbsthilfe- und Patientenorganisationen mit dem Minister aktuelle Themen der Selbsthilfe und Patientenvertretung. Im Fokus standen dabei folgende Inhalte:
- Die Rolle der Selbsthilfe im professionellen Versorgungssystem
- Wenn wir nicht dagewesen wären … Was Selbsthilfe für Menschen leistet – und warum dies bei Gesundheitsreformen mitgedacht werden muss
- Chronische Erkrankung am Arbeitsplatz
- Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) 2027 – Patientenperspektive
- Bürokratieabbau – aus Sicht von Patient*innen
Die Projektstelle brachte die Reform der Primärversorgung ein. Die Patientenvertretung bezweifelt, dass die geplante Steuerung in die fachärztliche Versorgung ausreicht, um die ambulante Versorgung im Sinne der Patient*innen zu verbessern. Gegenüber dem Minister verwies die Projektstelle auf Primärversorgungszentren mit multiprofessionellen Teams, in denen Community Health Nurses Patient*innen niedrigschwellig Orientierung bieten. Entsprechende patientenorientierte Versorgungsmodelle werden derzeit auf verschiedenen Veranstaltungen der Projektstelle gemeinsam mit Patientenvertreter*innen erörtert und weiterentwickelt. Der Gesundheitsminister betonte hierbei die aus seiner Sicht zentrale Rolle von niedergelassenen Ärzt*innen. Teampraxen, die verschiedene Professionen einbinden, würden bereits politisch diskutiert und seien ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Praxen.
Auf einem Austausch im November sollen die Ergebnisse des Ministergesprächs auf Fachebene verstetigt werden.