Wir alle benötigen eine Gesundheitsversorgung, die gut erreichbar ist und sich an den Bedarfen der Patient*innen orientiert. Doch wie sollte die medizinische Grundversorgung und Erstberatung aus Patientensicht konkret gestaltet sein? Auf den fünf Regionalen Patientenforen der Projektstelle Patientenbeteiligung NRW tauschten sich rund 40 Aktive aus Selbsthilfe- und Patientenorganisationen in Köln, Bielefeld, Dortmund, Düsseldorf und Münster im April und Mai zu dieser Frage aus. Anlass sind die derzeitigen Pläne der Bundesregierung, die Primärversorgung zu reformieren.
Die Teilnehmenden entwickelten gemeinsame Perspektiven auf die Primärversorgung. In Köln erörterten die Teilnehmenden, wie Selbsthilfe- und Patientenorganisationen in den Aufbau neuer Primärversorgungsstrukturen eingebunden werden können. In Bielefeld konzentrierten sich die Gespräche auf die Integration der Notfallversorgung in die Primärversorgung. Wie die Zusammenarbeit von Krankenhäusern und Praxen im Rahmen eines guten Fallmanagements gestaltet sein sollte, debattierten die Teilnehmenden in Dortmund, während in Düsseldorf bürokratische Hindernisse in der Primärversorgung, und in Münster die Navigation durch Community Health Nurses diskutiert wurden.
In der zweiten Jahreshälfte gibt es digitale Patientenforen, die die Ergebnisse der Regionalen Patientenforen weiterentwickeln. Die Ergebnisse werden am 27. November 2026 auf unserer Jahrestagung im Dortmunder Reinoldinum zusammengetragen und veröffentlicht.