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Bericht Jahrestagung Patientenbeteiligung NRW

Jahrestagung Patientenbeteiligung NRW 2025, © Projektstelle Patientenbeteiligung NRW 2025

Vom: 22. Dezember 2025 Lesezeit: ca. 6 Min.

Am 21. November 2025 trafen sich rund 70 Patientenvertreter*innen auf Einladung der Projektstelle Patientenbeteiligung NRW zur Jahrestagung des Netzwerks der Selbsthilfe- und Patientenorganisationen in NRW. Die Veranstaltung fand in Dortmund und online statt. Schwerpunkt der Jahrestagung war die Frage, wie das NRW-Gesundheitswesen auf gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen reagiert.

Wir leben in einer Zeit, in der gesellschaftliche Entwicklungen unser Zusammenleben herausfordern: Klimakrise, die Diskriminierung von Bevölkerungsgruppen sowie der demographische Wandel und seine Konsequenzen für die Versorgung führen zu der Frage, wie wir derzeitige Krisen bewältigen und uns für zukünftige Krisen wappnen
können. Auf der Jahrestagung formulierten die Teilnehmenden gemeinsam mit hochkarätigen Gästen Antworten für das Gesundheitswesen, um an einer krisenresilienten, patientenorientierten Zukunft zu arbeiten. Die Fragen und Statements, die die Engagierten zu den Themenfeldern

  • Diskriminierung im Gesundheitswesen
  • Klimawandel: neue gesundheitliche Versorgungsbedarfe berücksichtigen
  • Patientenorientierung vs. Patientensteuerung: Primärarztsystem als Lösung von Terminnot bei Fachärzt*innen?
  • Resilienz des Gesundheitssystems: Wie stellen wir in Krisen die Gesundheitsversorgung aller Menschen sicher?

am Vormittag in Workshops entwickelten, waren am Nachmittag Grundlage für die Diskussion mit folgenden Gästen: Professorin Lena Ansmann (Lehrstuhl für Medizinsoziologie, Universität zu Köln), Gerhard Herrmann (Abteilungsleiter Gesundheitsversorgung, Krankenversicherung im MAGS NRW), Thorsten Klute (gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion) und Marco Schmitz (gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion) brachten die Perspektive von Politik, Verwaltung und Wissenschaft auf die erarbeiteten Themen ein. Christina Sartori (Wissenschaftsjournalistin) moderierte die Diskussion, die im Rahmen einer Fish Bowl auch das Publikum dazu einlud, sich einzumischen.

Die Veranstaltung können Sie im unten verlinkten Bericht nachlesen. Die Mitschnitte zur Fish Bowl am Nachmittag finden Sie ebenfalls weiter unten.

Livestream zur Fish Bowl

Jan Kaßner (Projektstelle Patientenbeteiligung NRW) begrüßte die Teilnehmenden und Gäste der Fish Bowl. Dabei handelt es sich um eine Diskussionsmethode, bei der die Gesprächsrunde mit den Gästen mittig angeordnet ist, während die Teilnehmenden kreisförmig um diese herum sitzen und abwechselnd an der Diskussion mitwirken können:

Jan Kaßner übergab das Wort an die freie Autorin und Redakteurin Christina Sartori, die die Fish Bowl entlang der Workshop-Themen moderierte. Bernd Hoeber (Paritätischer NRW) präsentierte die Ergebnisse des Workshops zur Resilienz des Gesundheitssystems. Er betonte dabei, wie wichtig es ist, ein Koordinatensystem für das Gesundheitssystem zu definieren:

Laut Gregor Bornes (Projektstelle Patientenbeteiligung NRW), der die Ergebnisse des Workshops Patientenorientierung vs. Patientensteuerung in der Fish Bowl zusammenfasste, ist das deutsche Gesundheitssystem bei der Finanzierung, beim Personal und bei der Infrastruktur im internationalen Vergleich sehr gut aufgestellt: Es gebe nirgendswo mehr Krankenhausbetten und Ärzt*innen als in Deutschland. Gleichzeitig müsse man jedoch feststellen, dass das System verstopft ist und die Zugänge nicht einfach sind. Offensichtlich brauche es mehr Steuerung, die Frage sei jedoch, wer wie wohin gesteuert werden muss:

Im Mittelpunkt des Workshops Klimawandel: Neue gesundheitliche Versorgungsbedarfe berücksichtigen stand die Erkenntnis, dass Politik langfristig denken müsse, um zukünftigen Generationen das Leben auf der Erde sicherzustellen, so Workshop-Moderatorin Anne Kaiser (KOSKON NRW):

Der Workshop Diskriminierung im Gesundheitswesen sei zeitlich überzogen worden, weil es so viel zu erzählen gegeben hätte, berichtete die Workshop-Moderatorin Semra Yildiz-Can (Paritätischer NRW). In der Workshop-Diskussion sei deutlich geworden, dass sich Menschen verstanden fühlen wollen und ihre Menschenrechte geltend
machen möchten:

Am Ende zogen die Workshop-Moderator*innen und die Gäste ein gemeinsames Fazit:

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